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Die Kraft der Barmherzigkeit

Karen Berg
Oktober 4, 2020

„Mit dem ersten Tag von Sukkot beginnt sich die Rechte Säule von Zeir Anpin in Richtung Malchut zu bewegen, um sie zu umarmen. Dies ist auch die verborgene Bedeutung des Verses "Und seine rechte Seite umarmt mich" (Hohelied 2,6). Dann freuen sich alle, und alle Gesichter strahlen. Es macht Freude, reines Wasser auf den Altar zu gießen, in Simchat Beit Hasho'evah. Für die ganze Zeit von Sukkot sollte das Volk in vielerlei Hinsicht mit Freude erfüllt sein. Dies wird von der rechten Seite herbeigeführt, denn wo immer die rechte Seite, nämlich Chasidim (Barmherzigkeit), ruht, muss überall Freude herrschen. Dann gibt es die Freude, mit der man glücklich sein kann.
~ Zohar, Pinchas ~
 
 Sukkot ist die Zeit von ‚Chasidim‘ - eine Zeit von Barmherzigkeit und Freude. Jetzt, nachdem wir unseren Wunsch, nur für das eigene Selbst zu empfangen, durch die Arbeit an Rosh Hashanah gereinigt haben, können wir mit der Entwicklung eines Wunsches beginnen, der nicht auf unser Selbst allein gerichtet ist, sondern auf das Teilen, …auf den Aspekt unseres Selbst, der dem Attribut des Schöpfers am nächsten kommt. Das ist der Sinn und Zweck von Sukkot und der Grund für all die vielen Aspekte dieser reichhaltigen und festlichen Feiertagszeit. Die Instrumente, die wir in der Zeit von Sukkot einsetzen sind: Die Sukkah (die Laubhütte) selbst, die ‚Vier Arten‘, die die Verbindung mit dem Lulav und dem Etrog ausmachen, die Zeremonie des Trankopfers, der Weihguss – all das sind Teile des schöpferischen Plans, uns die Fähigkeit zu ermöglichen, eine Zukunft in Harmonie erschaffen.

Der Lulav (Palmenzweig) repräsentiert Chesed, die Barmherzigkeit. Er wird in der rechten Hand gehalten - die rechte Seite ist die Seite des Teilens, …ist die ‚Rechte Säule‘. Der numerische Wert von Lulav ist 68, …wenn wir die vier Tage der Vorbereitung noch hinzu addieren, kommen wir auf 72, also auf die vollständige Schablone der 72 Namen Gottes. Dies bedeutet, dass wir beim Teilen die volle Kraft des göttlichen Lichts zu uns ziehen können. Wir legen oder halten auch den Lulav nie auf die Seite, er steht immer aufrecht und zieht immer Energie. Das erinnert uns daran, dass überall dort, wo es Barmherzigkeit gibt, wo es Teilen, Freundlichkeit oder Güte gibt, ganz gleich ob auf große oder kleine Art und Weise, es auch einen ständigen Energiefluss von den Oberen Welten in unsere Welt gibt.

Der Etrog (eine Zitrusfrucht) steht für eine andere Energie. Oft suchen die Menschen einen schönen Etrog, weil der Etrog die physische Welt von Malchut repräsentiert. Es ist die Ebene des Königreichs - es ist das, was für mich steht. Es ist das Gefäß, das all dieses strahlende Licht enthält.

Wenn wir in der Sukkah beten, dann fügen wir Lulav und Etrog zusammen und stellen damit die Vereinigung dieser beiden Aspekte (Chesed und Malchut) her, was im Grunde der Zweck der Schöpfung ist: Der Lulav repräsentiert die teilende Qualität der Seele und der Etrog (der Körper) repräsentiert den Empfänger. Weder können wir unsere Arbeit in einem Körper nicht ohne eine Seele tun, noch kann die Seele ihre Arbeit ohne einen Körper tun – (nur) gemeinsam ergibt sich das Leben. Und doch ist der Lulav hinsichtlich der Energie stärker als der Etrog - ebenso wie der Wunsch des Schöpfers, mit uns unendliche Güte zu teilen, stärker ist als unser Wunsch, diese zu empfangen. 

Sukkot schenkt uns am sechsten Tag auch die Zeremonie des Trankopfers, den Weihguss, bekannt auch als Simchat Beit Hasho'evah. Während der Zeit des Tempels wurde Wasser aus dem Brunnen geschöpft und über den Altar des Tempels gegossen. Deshalb besteht die Natur dieser Verbindung darin, Wasser zu schöpfen und es zu gießen. Auch diese Verbindung setzt das Thema fort, die Kraft von Barmherzigkeit in uns selbst zu erwecken. Man sagt, dass derjenige, der Zeuge dieser Verbindung wird, dies mit großer Freude tun sollte, und dass schon allein die Beobachtung dieser Verbindung genau diese Freude anzieht und Schutz vor den Mühen des Lebens bietet.
 
 Wenn wir jede einzelne unserer Handlungen in der Sukkah prüfen, dann stellen wir fest, dass uns dieses Zeitfenster, kombiniert mit Bewusstsein und Technologie, die Fähigkeit verleiht, den gottähnlichsten Teil von uns in die Struktur unseres Seins zu ziehen und uns mit der Fähigkeit zu erfüllen, anders zu sein als in der Vergangenheit. Wir mögen vielleicht verwundbarer oder auch ‚nackter‘ sein nach all der Arbeit während der vergangenen Feiertage, unsere Negativität zu reinigen und nun ist es so, als würde Gott uns sagen: "Ich werde euch einen Ort mit Mir schaffen, wo ihr euch immer sicher fühlen werdet."
 
 Die Bibel sagt uns, dass die Kinder Israels, als sie Ägypten verliessen, von der Stadt Ramses nach Sukkoth reisten. Einige sagen, Gott habe das Volk mit physischen Hütten beschützt, daher wird Sukkot auch das Fest der (Laub)Hütten genannt, während andere sagen, das Volk sei von den ‚Wolken der Herrlichkeit‘ umgeben gewesen: eine unter ihren Füßen, eine über ihrem Kopf, vier umarmten sie von jeder Seite, und eine Wolke führte sie auf ihrem Weg. Wir wissen, dass kabbalistisch gesehen, Beides höchstwahrscheinlich stimmt, denn das Eine repräsentiert das, was sich auf spiritueller Ebene abspielte, und das Andere ist dessen physische Manifestation.

Am 15. Tag des Monats Tishrei (Waage) begann die Nation mit dem Bau des Mishkan (Tabernakel). Der Mishkan sollte der Ort sein, an dem Gott sich verpflichtete, hier auf der Erde zu wohnen, um sich mit der Menschheit zu verbinden. An Sukkot verpflichten auch wir uns, bei Gott zu wohnen, unser zu Hause zu verlassen und die physischen Annehmlichkeiten, die zu uns ‚rufen‘ (den Pharao, der danach strebt, uns nach Ramses zurückkehren zu lassen). Die Sukkah ist der Ort, der uns nähren und uns an einen Ort der Energie für das ganze Jahr bringen wird. Sie ist wie der Bauch des Riesen, des Wals, in dem Jonah drei Tage und drei Nächte lang sicher eingehüllt war, um seinem Schicksal entgegengeleitet zu werden. In der Sukkah werden wir in Licht gebadet, um stärker und stärker und mehr mit unserer göttlichen Essenz verbunden daraus hervorzugehen. Es ist nicht der Schatten, den eine gewöhnliche Sukkah wirft und der den Körper vor der Sonne schützt, sondern es ist der Schatten, der sich wie ein Schutz über unsere Seele wirft.

Die Weisheit, die die Feiertage von Sukkot umgibt, ist eine so detaillierte Technologie - wir könnten ein gesamtes Jahr damit verbringen, sie zu studieren und uns darauf vorzubereiten, und hätten doch immer noch mehr zu lernen. Für diejenigen von uns, die keine großen Gelehrten sind, die sich mit der reinsten Essenz des Feiertags verbinden wollen, glaube ich, dass diese schöne und ergreifende Geschichte uns helfen kann, uns daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist.

Es war einmal ein sehr armer und naiver Mann, der den großen Wunsch hatte, eine möglichst starke Verbindung zu Sukkot herzustellen. Er wollte den schönsten Etrog kaufen, den er finden konnte, einen, der seiner Liebe und Wertschätzung für den Schöpfer und all die Geschenke, die der Schöpfer ihm und seiner Familie gemacht hatte, abbilden würde.

Der einzige Besitz von Wert, den er hatte, war sein Tefillin (Gebetsriemen), den ihm sein verstorbener Vater hinterlassen hatte. Da die Feiertage gerade erst begonnen hatten, wusste er, dass er seinen Tefillin für weitere neun Tage nicht brauchen würde, und er war sich sicher, dass es klappen würde… und wenn die Zeit kommt, dann würde er einen Weg finden, den Tefillin zu bekommen, den er brauchen würde. Also verkaufte er seinen Tefillin und kaufte den schönsten Etrog, den er finden konnte.

Als er seiner Frau von seinem neuen und heiligen Kauf erzählte, wurde sie wütend: "Wie kannst du das unserer Familie antun! Wir haben zu wenig, um unsere Kinder zu ernähren, und du nimmst das Geld aus dem Verkauf deines Tefillins und kaufst einen Etrog? Und sie warf den Etrog auf den Boden, so dass seine perfekte, makellose Haut aufriss und irreparabel beschädigt war.
 
Ihr Mann, dem beim Anblick seines Etrog das Herz brach, überlegte sich die Angelegenheit gründlich. Er dachte nach, "Ich habe keinen Tefillin, ich habe keinen Etrog, aber ich habe immer noch die Liebe des Schöpfers, und das Wichtigste, was ich tun kann, um diese Liebe zu feiern, ist, mich wie der Schöpfer zu verhalten und meiner Frau Liebe und nicht Zorn zu zeigen.“

In der physischen Sukkah und in der spirituellen Sukkah, die unsere Seele in dieser Zeit umhüllt, ist das Wichtigste, was wir uns vor Augen halten müssen, ein liebevolles Bewusstsein, denn wenn wir das tun, dann umarmen wir die Harmonie mit unseren Mitmenschen. Unsere Fähigkeit, Menschen zu lieben, wächst und wir bringen die gesamte Menschheit unter den Schutz der ‚Wolken der Herrlichkeit‘.

Wenn wir in die kosmische Sukkah eintreten, die uns alle für die kommenden acht Tage umhüllt, dann können wir fragen: "Mein Schöpfer, ich weiß, dass ich so viele Dinge nur für mich allein getan habe, sodass ich überhaupt keine Gnade verdiene. Ich bin gefallen, ich bin gestolpert; ich bin dem Etrog (Malchut) ähnlicher als dem Lulav (Chesed). Und doch weiß ich, dass du mir durch deine Sukkah ein großes Geschenk gemacht hast, also bitte gib mir diese Energie, damit ich ein stärkerer Kanal für dein Licht sein kann, …ein Kanal, der sich um andere Menschen kümmert, so wie du dich um mich kümmerst - jetzt und für das kommende Jahr.“