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Die Präzision in unserer spirituellen arbeit beibehalten

Michael Berg
Oktober 13, 2021
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Im Abschnitt von Lech Lecha heißt es, das Abraham von dem Ort, wo er geboren wurde weggeht, aber der Schöpfer sagt ihm nicht wohin er gehen soll. Im Rückblick wissen wir, das der Schöpfer ihn in das damals als Canaan bekannte Land gesendet hat, das heute als Israel bekannt ist. Es war der Ort, an den Abraham hingehen musste, um seine nächste Ebene zu erreichen. Und die Kabbalisten erzählen uns die Geschichte hinter der Geschichte; Abraham geht in ein Reich der spirituellen Arbeit, das jenseits der Natur ist.

Als er sich auf die Reise macht, sagt der Schöpfer, Lech lecha, el ha’aretz asher ar’eka, „Gehe in das Land, das ich dir zeigen werde.“ Wie wir gesagt haben, sagt der Schöpfer Abraham nicht, wohin er gehen soll, er sagt ihm nur, das er seine Reise beginnen soll. Die Kabbalisten lehren, das Abraham auf seiner Reise in verschiedene Länder kommt; an einem Ort, Aram Naharayim, heißt es, dass er sieht, wie die Leute trinken und essen und nicht besonders organisiert und ordentlich sind. Er weiß nicht, ob es der Ort ist, an dem er bleiben muss und er betet zum Schöpfer, dass das nicht der Ort sein soll.

Abraham geht weiter und kommt ins Land von Canaan, wo es im Midrash heißt, dass er Leute sah, die gepflanzt haben, wenn es Zeit zu Pflanzen war, und wo sie geerntet haben, wenn es zu Ernten gab; ihre Arbeit auf den Feldern war organisiert. Er hat zum Schöpfer gebetet, dass das der Ort sein soll, wo er sich niederläßt, was, wie wir wissen, er auch macht.

Also, was hat Abraham gesehen, was ihn dazu verursachte zu beten, nicht mit einer Gruppe von Leuten zu sein, sondern mit der anderen? Die Antwort hat mit einer sehr wichtigen Lehre dieser beiden Gebete von Abraham zu tun.

Die erste Gruppe, die Leute, die zu dieser Zeit in Aram Naharayim lebten, hatten ein spirituelles Erwachen und eine bestimmte Ebene an Verständnis, aber sie waren nicht organisiert. Sie waren nicht ernsthaft oder akkurat bei ihrer spirituellen Arbeit. Als Abraham ins Land von Canaan kam, und sah, das die Canaaniten alles auf eine ordentliche Weise gemacht haben, wußte er, dass das auch heißt, dass ihre spirituelle Arbeit organisiert, exakt und ernsthaft war. Das zeigt uns, dass wenn es die spirituelle Arbeit und Verbindung betrifft, gibt es zwei Arten von Leute. Wir alle haben ein Verständnis dafür, dass wenn wir uns mit dem Licht des Schöpfers verbinden, und Segen in unser Leben bringen wollen, müssen wir uns transformieren und unsere spirituelle Arbeit tun. Aber wie ernsthaft und exakt sind wir dabei?

Die Kabbalisten lehren, dass jedes Individuum 32,000 mögliche Wege vor ihm oder ihr hat, und eigentlich führt keiner davon zum Licht des Schöpfers. Unter diesen 32,000 Wegen ist ein anderer Weg, der Orach Chaim genannt wird, der Weg des Lebens. Viele von uns, wenn wir uns unsere spirituelle Arbeit ansehen, müssen sehen, dass die Frage nicht ist, ob wir uns transformieren, die spirituelle Arbeit machen oder uns verbinden, sondern eher, wie exakt und ernsthaft sind wir? Ich denke, dass einige von uns das Verständnis haben, dass der spirituelle Weg allgemein und relativ vage ist; wenn wir uns mit uns selbst von vor einigen Jahren vergleichen oder mit anderen, die wir kennen, dann sehen wir, dass wir allgemein am richtigen Weg sind, aber er ist vage.

Wie auch immer, die Wahrheit ist, dass es so nicht ist. Es gibt 32,000 ähnliche Wege vor jedem einzelnen von uns. Sie sehen sich sehr ähnlich und sehen wie der richtige Weg aus, was die Kabbalisten Orach Chaim nennen, den Weg des Lebens, aber er ist es nicht. Die Nummer 32,000 ist kein Zufall. Wenn du die Nummer 32,000 nimmst und sie aufteilst auf die Jahre im Leben einer Person, und sie dann in Tage aufteilst, kommt es zu ungefähr zwei am Tag; 32,000 aufgeteilt auf ungefähr 80 Jahre.

Deswegen ist die Lehre hier, dass uns jeden einzelnen Tag in unserem Leben die Gelegenheit oder Öffnung gegeben wird, zwei mal am Tag ein bißchen abzuweichen. Wenn diese Herausforderungen und Tests jeden Tag kommen, und wir sind vorsichtig dabei nicht abzuweichen, und wir haben 32,000 Tests in unserem Leben, in dieser Welt oder in der nächsten Welt, dann sind wir mit dem Weg des Lebens verbunden. Aber wenn wir unsere spirituelle Arbeit nicht auf diese präzise Art machen, dann können wir abweichen und finden uns auf einem Weg, der dem echten Weg nahekommt. Aber es ist nicht der echte Weg...er sieht nur so aus. Und das, Rav Ashlag hat es oft gesagt, war sein größter Schmerz im Leben: zu sehen wie so viele Menschen, die ihren spirituellen Weg angefangen haben, abweichen. Er sagte, dass von tausend Leuten, die ihre spirituelle Reise beginnen, nur einer von tausend – nicht einmal ein Prozent – ihre Reise vollenden. Warum?

Es gibt Leute, die den Weg der Transformation und Verbindung beginnen, und die ihn an einem bestimmten Punkt, aus welchem Grund auch immer, verlassen. Schlimmer als das ist es, wenn wir denken, dass wir am Weg sind, aber wir sind dabei nicht exakt. Weil spirituell und verbunden zu sein eine vage Idee ist, und wir behandeln unsere Tests im Leben und die Ernsthaftigkeit, mit der wir unsere spirituelle Arbeit machen, auf diese Weise. Deshalb nehmen wir schnell einen der 32,000 Wege. Jeden einzelnen Tag haben wir ungefähr zwei Wege, zwei Chancen, nur ein bißchen abzuweichen. In unseren Köpfen, wenn wir nicht vorsichtig sind, und unsere spirituelle Arbeit nicht ernsthaft genug machen, dann sind wir ganz einfach in der Nähe des richtigen Weges, aber nicht auf dem richtigen Weg.

Stelle dir zum Beispiel vor, dass du auf einem Seil gehst. Du weißt, dass du nicht ein wenig rechts oder links gehen kannst, weil du hinunterfallen wirst. Wohingegen, wenn du auf einer großen Pflasterstrasse gehst, dann kannst du ein wenig nach links oder nach rechts gehen und du wirst immer noch am selben allgemeinen Weg sein. Der spirituelle Weg ist mehr einem Seil ähnlich.

Es gibt 32,000 andere Möglichkeiten, die uns erlauben, uns selbst zu sagen, dass wir am selben allgemeinen Weg sind, aber spirituelle Arbeit ist exakt. Deswegen, als Abraham durch Aram Naharayim kam, und sah, dass die Leute zu einer Verbindung erwacht sind, aber sie dabei nicht ernsthaft oder präzise waren, und dass sie nicht exakt bei ihrer Arbeit und Transformation waren, betete er zum Schöpfer, nicht mit diesen Leuten leben zu müssen, weil er von ihnen beeinflußt werden würde. Aber als er nach Canaan kam, und sah, dass die Canaaniten alles mit Ernsthaftigkeit, Zweck und Präzision machten, betete er, mit diesen Leuten zu sein, weil es der Weg des Lebens ist.

Wir müssen unsere spirituelle Arbeit mit Ernsthaftigkeit, Präzision, und dem Verständnis machen, dass wir nicht nur allgemein am Weg sein können; wir müssen am exakten Weg sein. Wir müssen ständig sichergehen, dass wir bei den zwei Tests am Tag nicht fallen, weil dann können wir abweichen und ungefähr am Weg sein, aber nicht am Weg, der uns zu einer Verbindung mit dem Licht des Schöpfers führt. Der größte Schmerz im Leben von Rav Ashlag war, dass nur eine Person von tausend Leuten, die ihre spirituelle Reise beginnt, sie vollendet. Es ist nicht leicht diese Ernsthaftigkeit und Präzision bei unserer Transformation und spirituellen Arbeit beizubehalten, aber das ist es, was notwendig ist, um die Reise zu vollenden und beständig den Weg des Lebens zu gehen. Es ist ein kraftvolles Erwachen, das wir von Abraham an Shabbat Lech Lecha erhalten.


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